Chiang Mai – Tempelmekka und Konsumverhalten

Whoop Whoop! Die Reise  geht weiter! Nach insgesamt 3 Wochen in Penang bin ich mehr als reif für die Weiterreise zurück nach Thailand. Nach 2 Wochen dauerpinseln in Century Bay buche ich fluchtartig einen Flug direkt nach Chiang Mai/Thailand. Es wird Zeit für neue Good Vibrations und gleichgesinnter Gesellschaft. Englischsprachige Gesellschaft wäre gut. Century Bay eigentlich perfekt, wenn da nicht die beinahe nicht vorhandene Konversation gewesen wäre. Die Angestellten und auch andere Gäste waren supernett, jedoch konnte man aufgrund der Sprachbarriere keine Unterhaltungen, die über „Where are you from“ hinausgingen, führen. Es war zermürbend. Die Angestellten kamen größtenteils aus Bangladesch, weil die als billige Arbeiter in Malaysia gelten. Praktisch so, wie tschechische oder polnische Arbeiter die nach Deutschland geholt werden. Da mein bengalisch nicht vorhanden ist, malayisch auch eher schleppend vorangeht und englisch keinen gemeinsamen Nenner bildet, sind die Gespräche rasch beendet. Das gleiche gilt für die malayischen und chinesischen Gäste, überwiegend Familien, die auch lieber unter sich bleiben. Ja, lonely times in Century Bay. Hoffentlich verlerne ich das Sprechen nicht.

Chiang Mai

Nach 2 turbulenten Flügen (Penang-Bangkok; Bangkok-Chiang-Mai) fällt mir schon am Flughafen ein Stein vom Herzen. Thailand hat einen eigenen Vibe. Das Essen ist gut, die Leute sind freundlich ohne was von dir zu wollen und trotz asiatischem Tumult fühlt man sich hier einfach wohl und kann tief durchatmen. Das Gefühl hatte ich in Malaysia nicht. Ich wähle C.M., da ich Wald und Wandern möchte. Chiang Mai liegt im bergigen Norden Thailands und bevölkert ca. 135.000 Bewohner. Sie wurde 1296 vom König Mangrai als Hauptstadt seine Reiches Lan Na gegründet. Hier gibt es ca. 200 buddhistische Tempel. Tempeloverkill! Die Altstadt ist im Gegensatz zur eher traditionellen Umgebung westlich geprägt, dazu verlaufen die Überreste der historischen Stadtmauer und werden von einem Wassergraben umschlossen. Es geht lebhaft und hektisch zu. Nach der Zeit in Penang ist mir diese Stadt sehr willkommen. Ich bleibe hier 4 Nächte in einem stylischen, vom Interior Design inspirierten Hostel. Interior Design ist up to date in Asien.

Shopping und Konsumverhalten

Es wird mal Zeit sich mal paar neue Essentials zuzulegen, zB. einen Rucksack und Turnschuhe. Mein alter Rucksack gibt langsam den Geist auf  und mein erstes Paar Turnschuhe ist ebenfalls durchgewetzt. U.A. gehe ich in den H&M und kaufe mir doch glatt die gleichen goldenen Schlappen wie zu Hause. Gibt ja auch sonst keine Auswahl. Ich schaue an mir herunter und sehe wie mein Paar aus Deutschland aussieht und muss es augenblicklich ersetzen. Kann man sich das gleiche Paar Schuhe nochmal kaufen? Diese Schlappen haben viel mitgemacht vom Bergsteigen bis zum Painting…Ich verabschiede mich und haue sie in die nächste Mülltonne.

Man hat schon so langsam Sehnsucht, mal was andres anzuziehen. Man trägt immer das Gleiche, in der gleichen Reihenfolge und kann es eigentlich gar nicht mehr sehen. Ab und zu nehme ich mal ein neues Teil mit, welches ich dann auch nach kürzester Zeit nicht mehr sehen kann…das einzige was mich hier vom Kaufrausch abhält ist die Tatsache, dass ich alles noch 3 Monate von Ort zu Ort tragen muss. Mein Rucksack wird jetzt schon schleichend schwerer. So eine Reise ist auch in Sachen Konsumverhalten eine Challenge. Man gewöhnt sich an den Minimalismus. Der Rucksack ist mein Kleiderschrank. Nach meiner 2-monatigen Backpacking-Tour durch Australien und Neuseeland war ich wie erschlagen von meinem Kleiderschrank und habe erstmal ausgemistet.

Alt und Neu

 

Wat Suan Dok

… war leider schon zu als ich da war, ich möchte Euch die Eindrücke trotzdem nicht vorenthalten. Im Inneren des Tempels thront eine riesige vergoldet verzierte Buddastatue.

Wat Chiang Man

…erster buddhistischer Tempel des Königs Mangrai.

Wachsfiguren

 

Wat Phra That Doi Suthep

Wat Phra That Doi Suthep ist eine buddhistische Tempelanlage ca. 15 km ausserhalb vom Stadtzentrum. Ich fahre mit dem Gruppentaxi zum Wahrzeichen von Chiang Mai. Hier geht es erst nochmal 300 Stufen hoch zum Tempel.